Auf die richtige Kopfbedeckung des Hauses kommt es an


Foto: Heraklith / Bundesverband Deutscher Baustoff-Fachhandel  e. V., München

Eine gute Kopfbedeckung schützt im Winter vor Kälte und im Sommer vor Hitze. Bei einem Haus ist das nicht anders. Ist das Dach gar nicht oder unzureichend gedämmt, wird es auf dem zugigen Dachboden im Winter eiskalt und im Sommer brütend heiß. Das ist unbehaglich und kostet Geld. "Durch das ungedämmte Dach eines Einfamilienhauses gehen pro Jahr mehr als 12.000 Kilowattstunden (kWh) Energie verloren.

Ein gut abgedichtetes und gedämmtes Dach reduziert den Verlust auf 3.000 kWh", weiß Rolf-Peter Weule, Energie-Fachberater im Baustoff-Fachhandel. Das mindert die Heizkosten und entlastet die Umwelt. Die richtige Dämmung schützt außerdem vor Feuchtigkeit und Zugluft, verbessert den Schallschutz und erhöht den Brandschutz. Wird der Dachraum nur sporadisch genutzt und betreten, ist die Dämmung der obersten Geschossdecke ausreichend. Wer das Dachgeschoss dagegen ausbauen und als Wohnraum nutzen möchte oder das Dach über ausgebauten Räumen neu eindecken will, muss die Dachflächen so dämmen, dass die Grenzwerte der EnEV eingehalten werden. Sie schreibt für Dächer und Dachschrägen einen Wärmedurchgangskoeffizienten (U-Wert) von maximal 0,24 W/m²K vor.

Optischer und räumlicher Gewinn

Die bauphysikalisch beste Lösung ist eine Aufsparrendämmung. Dabei werden druckfeste Dämmplatten oberhalb der Sparren auf eine Holzschalung verlegt. Die Dämmschicht bildet so eine durchgehende Fläche, auf die anschließend die neue Dacheindeckung kommt. "Die Aufsparrendämmung bietet gegenüber der herkömmlichen Zwischensparrendämmung von innen einige Vorteile", erläutert Rolf-Peter Weule. Durch die vollflächige Verlegung werden Wärmebrücken im Bereich der Sparren vermieden, wodurch es weniger energetische Schwachstellen im Dachgeschoss gibt. Zudem kann man die Dachstuhlhölzer in die Innenarchitektur einbeziehen und den gesamten Dachraum nutzen, auch den Bereich zwischen den Sparrenfeldern.

Dämmstoffqualität ist entscheidend

Für die Dachdämmung kommen verschiedene Dämmstoffe in Frage. Das meistverwendete Material ist Mineralwolle (Glas- und Steinwolle). Diese hat unter anderem den Vorteil, dass sie nicht brennbar ist und damit eine hohe Sicherheit bei Feuer bietet. Geeignet sind auch Schaumstoffe, Holzfaserdämmplatten oder Schaumglas. Entscheidend für die Dämmleistung ist die Wärmeleitfähigkeit des verwendeten Materials. Je geringer sie ist, desto besser die Dämmeigenschaft. Verschiedene Dämmstoffe sowie fachkundigen Rat finden Hausbesitzer in unserer Ausstellung.

Sie haben Fragen? Dann sprechen Sie uns an.

FTT Journal 2017/18

Jetzt online blättern

Jetzt online Zaun konfigurieren!

Unsere Services für Sie